Der Iran verstößt gegen Atomabkommen mit sechzig neuen Uranzentrifugen

Der Iran gab am Montag bekannt, 60 neue Atomzentrifugen zur Anreicherung von Uran in Betrieb genommen zu haben. Das Land verstößt damit gegen die 2015 mit anderen Atommächten geschlossenen Atomabkommen.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani kündigte im September an, die neuen Zentrifugen zu entwickeln, da die USA 2018 aus dem Abkommen ausgetreten sind und der Iran seitdem verschiedene Wirtschaftssanktionen verhängt hat.

In der Vereinbarung von 2015 wurde vereinbart, dass der Iran nur über fünftausend IR-1-Zentrifugen verfügen darf, ein veraltetes Modell. Der Iran hat inzwischen 60 IR-6-Zentrifugen entwickelt. Laut dem Chef der iranischen Atomorganisation Ali Akbar Salehi können diese Zentrifugen Uran zehnmal schneller anreichern als die alten Modelle.

Deutschland erklärte am Montag, dass die neuen Zentrifugen den zuvor getroffenen Vereinbarungen zuwiderlaufen und forderte Teheran auf, die Entwicklung umzukehren. Die USA nennen die neuen Zentrifugen einen Schritt in die falsche Richtung.

Der Iran sagt, er werde nur angereichertes Uran zur Stromerzeugung verwenden, aber insbesondere die USA stellen dies in Frage. US-Präsident Donald Trump hat deshalb am Montag neun neue Sanktionen gegen den iranischen Ayatollah Ali Khamenei verhängt. Unter anderem handelt es sich um einen seiner Söhne.

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